Künstler

Nadezhda Busheneva
Alina Gutkina
Kirill Gluschenko
Arseniy Zhilyaev

 

In Search of an Alternative

Die an dem Projekt beteiligten Künstler beschäftigen sich auf der Suche nach alternativen künstlerischen Lösungen mit dem Problem der Kontinuität in der zeitgenössischen russischen Kunst. Eindringlich spiegeln die Arbeiten von Nadezhda Busheneva, Alina Gutkina, Kirill Gluschenko und Arseny Zhilyaev die Entwicklungen der jüngsten Jahre und damit die Epoche der Stabilisierung der politischen Verhältnisse im postsowjetischen Russland wider.
Auffällt die jeweils eigene ästhetische Sprache der Teilnehmenden. Busheneva setzt sich auf der Grundlage von Metaphern sowjetischer Industriebauten, denen das visuelle Potenzial des totalitären Staats eingeschrieben ist, mit dem historischen Gedächtnis auseinander. Auch Zhilyaev wendet sich der sowjetischen Geschichte zu: Er vertritt den Standpunkt, dass das Thema der klassenlosen Gesellschaft keineswegs vom Tisch ist, auch wenn es durch seine umstrittene stalinistische Deutung in Misskredit gebracht wurde. Gutkina, die sich mit der Psychologie und dem Verhalten der verschiedenen Generationen befasst, widmet sich den in den 1990er-Jahren Geborenen, die sich heute darum bemühen, die Veränderungen der postsowjetischen Zeit zu verstehen. Einen ähnlichen Weg geht Gluschenko bei seinem Versuch, jene gesellschaftliche Wirklichkeit in Erinnerung zu rufen und archivalisch zu bewahren, von der seine Generation zwar ein Stück abbekommen hat, die es aber nicht mehr gibt, auch wenn sie ästhetisch weiterhin eine wichtige Rolle spielt.

Joseph Backstein

 

Joseph Backstein

*1945 in Moskau, lebt und arbeitet in Moskau

Joseph Backstein ist Kommissar der Moskauer Biennale für Gegenwartskunst und künstlerischer Direktor des Instituts für zeitgenössische Kunst in Moskau. Sein Studium der Kunst- und Kultursoziologie schloss er am Institut für Soziologie der Akademie der Wissenschaften der UdSSR mit einem Doktorat ab. Backstein hat für seine Tätigkeit zahlreiche Auszeichnungen wie das Ehrendoktorat der Universität Göteborg erhalten. 2008 war er Mitglied der Findungskommission der dOCUMENTA (13). Seit 2007 ist Backstein korrespondierendes Mitglied der russischen Akademie der Künste, seit 1995 Mitglied der AICA (Association International des Critiques d’Art).

Öffnungszeiten

Di-Fr 11-18 Uhr
Sa 11-15 Uhr

 

Galerie Grita Insam

An der Hülben 3 / Seilerstätte, 1010 Wien
www.galeriegritainsam.at
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Künstler

Mircea Cantor
Călin Dan
Adrian Ghenie
Iosif Király
Victor Man
Olivia Mihaltianu
Ciprian Muresan
Ioana Nemes (†2011)
Serban Savu

 

Communism never happened

Die nach einem Bildtitel von Ciprian Muresan benannte Ausstellung zeigt Werke international bekannter zeitgenössischer rumänischer Künstler. Die Arbeiten sind nach dem Regimewechsel entstanden und verweisen auf den provozierenden revisionistischen Trend von Gesellschaften, in denen Geschichte vom Standpunkt parteilicher Interessen aus neu geschrieben wird. Mit der kommunistischen Vergangenheit ihres Landes konfrontiert setzen sich die Künstler mit den Schatten der Diktatur, ihren Avataren, Klischees, ihren Launen und Absurditäten, dem Lebensstil, der kafkaesken Atmosphäre und den fortwährenden Lügen auseinander. Wie um sich auf Dauer davon zu befreien, fordern die sie mit ihren Arbeiten die nachkommenden Generationen zu einer Reise durch diese vierzigjährige Wüstenei auf.

Ami Barak

 

Ami Barak

*1952 in Rumänien, lebt und arbeitet in Paris

Ami Barak arbeitet als unabhängiger Kurator und Kunstkritiker. Er hat zahlreiche internationale Ausstellungen zeitgenössischer Kunst kuratiert, u.a. House Trip für das Art Forum Berlin 2007, Can Art Do More? in der Jerusalem Foundation 2008, Re-construction für die Young Artists’ Biennial 2008 in Bukarest und Elixirs of Panacea im Palais Benedictine, Fecamp 2010. Auf der World Expo in Shanghai hat er 2010 das Projekt Art for the World. The (Expo) City of Forking Paths realisiert. Barak ist Kommissär für den rumänischen Pavillon der 54. Biennale in Venedig 2011.

Öffnungszeiten

Di-Fr 12-18 Uhr
Sa 11-15 Uhr

 

Charim Galerie Wien

Dorotheergasse 12/1, 1010 Wien
www.charimgalerie.at
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Künstler

Pravdoliub Ivanov
Vikenti Komitski
Miklos Onucsan
Sener Özmen
Cengiz Tekin
Gabriela Vanga

 

Zwischenlager

Seit Jahrhunderten ist Wien kulturell geprägt durch seine Funktion als Tor zum Balkan.
Wien ist, ganz in dieser Tradition, und nach den politischen Umwälzungen der 90er Jahre in Osteuropa, wieder eine Stadt der Begegnung und des Austauschs von Kulturen geworden.
Die Einladung zu einer Begegnung, es wird deren erstes Zusammentreffen sein, ging an fünf Künstler und eine Künstlerin aus Bulgarien, Rumänien und der Türkei. Drei Länder, die eine gemeinsame Küste am westlichen schwarzen Meer verbindet.
Es werden für diese Ausstellung einige neue Arbeiten entstehen, Installationen und Objekte von Gabriela Vanga (Rumänien) und Pravdoliub Ivanov (Bulgarien), fotografische Arbeiten und ein gemeinsames Video von Cengiz Tekin und Sener Özmen (Türkei). Diese werden mit den Objekten von Vikenti Komitski (Bulgarien) und Miklos Onucsan (Rumänien) für einen überschaubaren Zeitrahmen in Wien zwischengelagert, bevor sie in die verschiedensten Regionen der Welt weiter vermittelt werden.

René Block

 

René Block

*1942 in Velbert am Niederrhein, lebt und arbeitet in Bremen und Berlin

René Block eröffnete 1964 in Berlin seine Galerie. Parallel dazu begann er seine Tätigkeit als Kurator für den Neuen Berliner Kunstverein, die Berliner Festwochen und die Akademie der Künste, Berlin. Von 1997 bis 2006 war Block Direktor der Kunsthalle Fridericianum in Kassel. Mit der Realisierung des Nordischen Pavillons für die 52. Biennale in Venedig (2007) verabschiedete er sich von internationalen Großprojekten. Im gleichen Jahr gründete er in Berlin einen Raum für zeitgenössische türkische Kunst, TANAS.

Öffnungszeiten

Di-Fr 12-18 Uhr
Sa 11-15 Uhr

 

Galerie Krinzinger

Seilerstätte 16, 1010 Wien
www.galerie-krinzinger.at
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Künstler

Stefania Batoeva
Alexandra Galkina
Pravdoliub Ivanov
Vikenti Komitski
Ivan Moudov
SOSka Group
Samuil Stoyanov
Sibin Vassilev
Kostis Velonis

 

An Elusive Object of Art

Das Projekt präsentiert sich als typische Anordnung von Kunstwerken im Raum. Der Schwerpunkt liegt auf dem Objektcharakter der Arbeiten, dem mit Ablehnung, Ironie und Verstörung begegnet wird. Die an der Ausstellung teilnehmenden KünstlerInnen haben diese Dimension einer Neueinschätzung unterzogen und neu gefasst, indem sie die Werke beschädigt oder umgeordnet haben. Sie finden den Objektcharakter von Kunstwerken ebenso abstoßend wie unvermeidlich. Das Projekt gründet in der unablässigen Auseinandersetzung der zeitgenössischen Kunst mit ihrer eigenen Materialität. Es veranschaulicht das Unbehagen osteuropäischer Künstler, die in der Regel vom Markt vernachlässigt werden und sich den materiellen Aspekten der Kunst und deren Verständnis als Ware zuwenden.

Iara Boubnova

 

Iara Boubnova

*Moskau, lebt und arbeitet in Sofia

Iara Boubnova ist Gründungsdirektorin des Institute of Contemporary Art (ICA) in Sofia. Ihre kuratorischen Projekte umfassen u. a. Beyond Credit, Istanbul, und Photo I, Photo You, London (2010); Common History and its Personal Stories, MUSA, Wien; From Ideology to Economy, Moskau; Liquid Frontiers, Lille (2009); History in Present Tense (2007); Dialectics of Hope (2005); die 2. und die 1. Biennale in Moskau (2007, 2005); die Manifesta 4, Frankfurt am Main (2002); und den Bulgarischen Pavillon für die 48. Biennale von Venedig (1999).

Öffnungszeiten

Di-Fr 12-18 Uhr
Sa 11-15 Uhr

 

Galerie Dana Charkasi

Fleischmarkt 11, 1010 Wien
www.dana-charkasi.com
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Künstler

Armen Eloyan
Mekhitar Garabedian
Agnieszka Kurant
Markus Miessen
Hans Schabus
Slavs and Tatars
featuring:
Sergiej Paradjanov
Abbas Kiarostami

 

EAST: EXCITABLE SPEECH: WEST

Den Osten zu entführen mag vielleicht ein notwendiger, wenn auch post-romantischer, jedoch auch verzweifelter Wunsch sein, die Politik der Differenz und Aufspaltung im transeuropäischen Kontext zu überdenken. „Excitable speech“, an sich emanzipatorisch, bezieht sich auf die Grenzbereiche des Kaukasus und Eurasiens und zeichnet dabei ein Gebiet von Phantasmagorien, fiktiven Erzählungen und zweifelhafter Wirklichkeit auf, in dem Geschichte als Möglichkeit, als „abstammendes Element“, gar als Übung erscheint. Hier kommt die Ost-West-Begegnung als performativer und relationaler Akt zum Ausdruck – ein Übersetzungsfehler der Begrifflichkeiten –, in dem Sprache und Rhetorik als subversive Elemente der Nicht-Politik im Zuge der postimperialischen Eroberung und des heldenhaften Widerstands betrachtet werden. Die satirische Sufi Figur des Molla Nasreddin dient hierfür als Inspiration und Leitfaden durch das Vokabular von konkreten, historischen, aber auch fiktionalen und mystischen Sammlungen von vergangenen und gegenwärtigen politischen Gegebenheiten.

Adam Budak

 

Adam Budak

*1966 in Jaworzno, Polen; lebt und arbeitet in Graz und Krakau

Adam Budak ist derzeit Kurator für zeitgenössische Kunst im Kunsthaus Graz am Universalmuseum Joanneum in Graz. Er hat bereits eine Vielzahl von internationalen Ausstellungen kuratiert und mit anerkannten Künstlern wie Louise Bourgeois, John Baldessari, Pedro Cabrita Reis, Diana Thater, Maria Lassnig, Cerith Wyn Evans und Monika Sosnowska zusammengearbeitet. Im Rahmen der Manifesta7 war er als einer der Kuratoren der Ausstellung Principle Hope (Italien, 2008) tätig. Zu seinen bevorstehenden Projekten gehören eine Einzelausstellung von Antje Majewski (Gimmel’s World) und Orhan Pamuks Museum of Innocence.

Öffnungszeiten

Di-Fr 12-18 Uhr
Sa 11-15 Uhr

 

Engholm Galerie Wien

Schleifmühlgasse 3, 1040 Wien
www.engholmengelhorn.com
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Künstler

Metka Golec
Horvat Miha

 

son:DA more items for the room

Mit ihrer Ausstellung „more items for the room“ setzen son:DA ihre 2010 mit einer Computermaus entstandenen Zeichnungen von Gegenständen des Alltags fort, die nun im Realraum präsentiert werden. Die Zeichnungen werden als wichtiger erachtet als die realen Gegenstände. Mit den neuen Objekten definieren son:DA den Raum neu, gestalten ihn um und rekontextualisieren ihn. Die Installation oszilliert zwischen dem Realen und dem Artifiziellen, zwischen dem, was ist, und dem, was war. Sie wiederbelebt die Gegenstände, die den alten Raum ausmachten und definierten, bevor sich die Logik des White Cube durchsetzte.

Ivica Buljan

 

Ivica Buljan

*1965 in Sinj, Kroatien; lebt und arbeitet in Kroatien

Ivica Buljan, dessen Produktionen bereits bei verschiedensten Festivals vorgestellt wurden, unterrichtete unter anderem als Professor an dem Académie expérimentale des Théâtres in Paris, Brüssel und Moskau sowie derzeit an der National Drama School in Saint-Étienne in Südfrankreich. Darüber hinaus fungierte er als Direktor sowie Gründer des Croatian National Drama Theatre in Split, des Mini Theater in Ljubljana und des World Theatre Festival in Zagreb. Für seine Arbeit ist Buljan mit zahlreichen wichtigen Preisen wie dem Goldenen Löwen ausgezeichnet worden.

Öffnungszeiten

Di-Fr 11-18 Uhr
Sa 11-15 Uhr

 

Mario Mauroner

Weihburggasse 26, 1010 Wien
www.galerie-mam.com
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Künstler

Anetta Mona Chişa & Lucia Tkáčová

 

Material Culture / Things in our Hands

Künstler und Künstlerinnen aus Osteuropa missverstehen, so scheint es jedenfalls, nicht selten die kritische Funktion der Kunst, wie sie sich im Westen etabliert hat. Statt Widerstand zu leisten oder die Regeln der kapitalistischen Gesellschaft zumindest zu unterlaufen, erliegen sie sichtlich den Verlockungen des Luxus und streben schamlos nach materiellem Erfolg.
Die Arbeiten von Anetta Mona Chişa & Lucia Tkáčová thematisieren den Sturz Osteuropas in die Marktwirtschaft. Dies tun sie mittels der alten avantgardistischen Strategie, Alltagsereignisse als künstlerisches Material zu verwenden. „Materielle Kultur“ bedeutet für sie dabei schlicht eine Tendenz zum Materiellen und zur Vergegenständlichung. Anstatt den Warencharakter der Beziehungen zu kritisieren, versuchen sie diese in Kunst umzusetzen. Dabei entwickeln sie keine utopischen Alternativen, sondern benutzen die Warenförmigkeit systematisch für ihre Suche nach Veränderungen.

Dessislava Dimova

 

Dessislava Dimova

*in Karnobat (Bulgarien) 1976, lebt und arbeitet in Brüssel

Die Autorin und Kuratorin ist Doktorandin am Institute for Art Studies der Bulgarischen Akademie der Wissenschaften in Sofia. MA in Philosophie am CRMEP der Middlesex University und MA in Kunstgeschichte an der Bulgarischen Kunstakademie, Sofia. 2010 kuratierte Dimova Thank You for Your Understanding (2. Internationale Biennale Antakya, Türkei). Ihr erster Roman, The Portrait of the Artist as a Young Woman, erschien 2009 auf Bulgarisch. Sie ist Gründungsmitglied der Art Affairs and Documents Foundation, Sofia, und Herausgeberin von blistermagazine.com.

Öffnungszeiten

Di-Fr 12-18 Uhr
Sa 11-15 Uhr

 

Christine König Galerie

Schleifmühlgasse 1A, 1040 Wien
www.christinekoeniggalerie.com
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Künstler

Flaka Haliti
Sanja Iveković
Hannes Zebedin

 

Fade Up / Flash Back

Sanja Iveković (Kroatien), Flaka Haliti (Kosovo) und Hannes Zebedin (Österreich) verbindet das Interesse an politischen Fragen, die sie mit der Problematisierung der Beziehungen zwischen Öffentlichem und Privatem verknüpfen. Der Titel EAST BY SOUTHWEST bildete bei der Auswahl ihrer Arbeiten auch den geografisch-politischen Ansatzpunkt; es geht um gesellschaftliche Aspekte, zum Teil um historische Ereignisse, zu denen auch Kriege und deren Folgen zählen. Die Ausstellung verschränkt eine kritische Sicht auf das sozialistische Jugoslawien mit der Thematisierung von traumatischen Momenten während seines Zerfalls und schlägt zugleich einen Bogen zurück in die Vergangenheit österreichisch-jugoslawischer Geschichte.

Silvia Eiblmayr

 

Silvia Eiblmayr

Lebt und arbeitet in Wien

Silvia Eiblmayr hat Kunstgeschichte studiert und arbeitet als Kuratorin im Bereich zeitgenössische Kunst. Von 1998 bis 2008 leitete sie die Galerie im Taxispalais in Innsbruck. Von 1988 bis heute hatte sie eine Reihe von Lehraufträgen und Gastprofessuren in Österreich und im Ausland inne. Sie ist Autorin und Herausgeberin zahlreicher Texte und Publikationen, u. a. des Buchs Die Frau als Bild. Der weibliche Körper in der Kunst des 20. Jahrhunderts (Berlin 1993, 1997, 2001).

Öffnungszeiten

Di-Fr 12-18 Uhr
Sa 11-15 Uhr

 

Galerie Martin Janda

Eschenbachgasse 11, 1010 Wien
www.martinjanda.at
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Künstler

Wojciech Bąkowski
Anna Baumgart
Dorota Buczkowska
Norman Leto

 

„Sei vorsichtig, denn es könnte sich sehr tief in dir einprägen.“

Das Motto für die Ausstellung der vier polnischen KünstlerInnen stammt aus einem Gedicht Wojciech Bąkowskis. Die gezeigten Werke schwanken zwischen extremen menschlichen Leidenschaften wie Angst und Liebe. Die Gegenüberstellung dieser Emotionen lässt einen mit Spannung durchsetzten Raum entstehen, in dem der Zuschauer zum Teil tief bewegende dramatische Assoziations- und Bedeutungsströme empfängt.
Wojciech Bąkowski, Anna Baumgart und Dorota Buczkowska nähern sich diesem beunruhigenden Bereich auf mehr oder weniger direkte Weise und bedienen sich unterschiedlicher Medien wie Bildhauerei, Zeichnung und Videoclip. Das Fragment des Films Sailor von Norman Leto enthält einen illustrierten Vortrag mit soziologischen, philosophischen und anthropologischen Aussagen, der sich als eine Art ironischer Kontrapunkt zur menschlichen Natur darstellt.

Ewa Gorządek

 

Ewa Gorządek

*1957 in Warschau, lebt und arbeitet in Warschau

Ewa Gorządek ist Kunsthistorikerin, Kunstkritikerin und Autorin. Sie arbeitet als Kuratorin für zeitgenössische Kunst am Centre for Contemporary Art Ujazdowski Castle in Warschau. Gorządek hat nicht nur viele Ausstellungen mit Arbeiten zeitgenössischer Künstler wie Steven Pippin, Oleg Kulik, Adam Adach, Agnieszka Kalinowska, Zbigniew Rogalski und der AES Group, sondern unter anderem auch (gemeinsam mit S. Szabłowski) Really, the Young Are Realists, eine Ausstellung von Werken polnischer Künstler, die polnisch-russische Schau Behind the Red Horizon, (gemeinsam mit A. Zawadowska) die Schau Polish Woman: Medium – Shadow – Image und (gemeinsam mit S. Szabłowski) Concrete Legacy kuratiert.

Öffnungszeiten

Di-Fr 11-18 Uhr
Sa 11-15 Uhr

 

Galerie Steinek

Eschenbachgasse 4, 1010 Wien
www.galerie.steinek.at
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Künstler

Vladimir Bulat
Florina Coulin
Ovidiu Fenes
Andrei Gheorghiu
Paul Gherasim
Nicu Mihali
Ghenadie Popescu
Bogdan Vladuta
Peter Alexander

 

ACTUAL

Europa eine Stunde bevor, oder an der Grenze des Sonnenaufgangs ist es, was den real existierenden Sozialismus geprüft hat. Ein gescheitertes politisches Regime, welches seine Definition noch immer nicht finden kann. Es war ein Rausch gegen die Vergangenheit, den das Regime zerstören wollte, doch in seiner Beschränkung auf Verzerrung, schuf es aus der Vergangenheit einen Anlass für Nationalismus. Künstler waren in der ideologischen Propaganda äußerst involviert. Aber, und so soll es auch sein, sie erzwangen Unabhängigkeit, verteidigten ihre Individualität und realisierten, was Freiheit bedeuten könnte. Einige die emigrierten, erreichten diese Freiheit. (...)In der Vorstellung des Ostens sind Grenzen - politische, ethnische oder religiöse - ebenso allgegenwärtig, wie deren häufiges durchqueren. Die Freunde und die Eltern oszillieren zwischen Pendeln und Emigration, während die Künstler, über ganz Europa verstreut, sich solange frei fühlen, wie ihre Kunst von tatsächlichem Interesse ist.

Ion Grigorescu

 

Ion Grigorescu

*1945 in Bukarest, lebt und arbeitet in Bukarest
Mit seinem medienübergreifenden konzeptuellen Œuvre gilt Ion Grigorescu weithin als einer der bedeutendsten Künstler der osteuropäischen Nachkriegsavantgarde. Sein Werk, das 2011 etwa im rumänischen Pavillon der 54. Biennale in Venedig und in der Tate Modern, London, zu sehen ist, wurde bei zahlreichen wichtigen Präsentationen und in prominenten Institutionen gezeigt, so unter anderem 2010 bei der 6. Berlin Biennale, im Centre Pompidou, Paris, und im MUMOK, Wien, 2009 im Museum of Modern Art in Warschau, 2007 bei der documenta 12 in Kassel, , 2003 in der Kunsthalle Fridericianum, Kassel, 2001 in der Generali Foundation, Wien, 2000 in der Moderna Galerija Ljubljana, 1998 im Museum of Contemporary Art Los Angeles und im MACBA, Barcelona, 1997 im rumänischen Pavillon der 47. Biennale in Venedig, 1991 im Stedelijk Museum, Amsterdam, und 1981 bei der XVI Bienal de São Paulo.

Öffnungszeiten

Di-Fr 11-18 Uhr
Sa 11-15 Uhr

 

Galerie Mezzanin

Getreidemarkt 14, 1010 Wien
www.galeriemezzanin.com
show in google maps

   
  

Künstler

Vlatka Horvat
Vlado Martek
Galerija Nova
Vladimir Petek
Slaven Tolj
Goran Trbuljak

 

In The Future Everyone Will Be Anonymous For Fifteen Minutes

Galerija Nova wurde 1975 in Zagreb gegründet. Obwohl es sich um eine staatliche Einrichtung handelte, hatte sie ein radikales Ausstellungsprogramm vorzuweisen: neben Künstlern der Avantgarde waren immer auch Nachwuchskünstler der damaligen Zeit vertreten. Seit 2003 wird Galerija Nova unter der Leitung des Kuratorenkollektivs What, How & for Whom [WHW] als städtische Non-Profit-Galerie geführt. 30 Jahre später spiegelt das Programm des WHW sowohl lokale zeitgenössische als auch historische künstlerische Praktiken wider, die von vorherrschenden/ Mainstream-Kulturschaffenden bis zuletzt ignoriert wurden. In the Future Everyone Will Be Anonymous for Fifteen Minutes ist keine historische Ausstellung über das Ausstellungsprogramm der vergangenen 36 Jahre. Zwar ist Ausgangspunkt die Betrachtung des institutionellen (sozialistischen) Rahmens, der die Produktion und Präsentation radikalen künstlerischen Schaffens erst ermöglicht hat, gleichzeitig wird aber auch sichtbar gemacht, dass sich die lokale Kunstszene – trotz des fehlenden kunstgeschichtlichen Diskurs, eines schlecht entwickelten Marktes sowie mangelnder offizieller, institutioneller Aufwertung – selbst tragen kann.

Ana Janevski

 

Ana Janevski

*1976 in Belgrad, lebt und arbeitet in Warschau

Ana Janevski ist Kuratorin am Museum of Modern Art in Warschau, wo sie das Forschungsprojekt As soon as I open my eyes I see a film. Experiments in Yugoslav Art in the 60s and 70s initiierte. Ihr Studium an der EHESS in Paris schloss sie mit einer M.-Phil.-Arbeit über Articulation of Balkanism in Contemporary Art ab. Neben verschiedenen Projekten kokuratierte sie die Ausstellung This is All Film. Experimental Film in Yugoslavia 1951–1991 im Museum of Modern Art in Ljubljana und die Ausstellung Early Years in den Kunst-Werken, Berlin. Kürzlich hat sie mit Pierre Bal-Blanc an der für Warschau adaptierten Fassung der Ausstellung The Living Currency zusammengearbeitet.

Öffnungszeiten

Di-Fr 11-18 Uhr
Sa 11-15 Uhr

 

Galerie Georg Kargl

Schleifmühlgasse 5, 1010 Wien
www.georgkargl.com
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Künstler

Bartosz Mucha
Ania Witkowska & Adam Witkowski

 

Close to Home

Die junger polnischer Kunst gewidmete Ausstellung „Close to Home“ in der Lukas Feichtner Galerie vereint zwei Projekte: ein Projekt des Künstlerpaars Ania und Adam Witkowski (beide aus Danzig) und ein Projekt des Künstlers Bartosz Mucha (aus Krakau). Der Schwerpunkt beider liegt auf der Auseinandersetzung mit Wohnraum als „imaginärem Terrain“. Die drei Künstler, die alle 1978 geboren sind, arbeiten zu Hause. Ihre häusliche Umgebung ist von Wünschen und kreativen sowie psychologischen Spannungen geprägt, welche in den Objekten und sogar in der Art der Objekte, welche sie in diesem Zusammenhang produzieren können, ihren Niederschlag finden. Wie alle Künstler ihrer Generation auf der ganzen Welt träumen auch sie von einem eigenen Studio und der daraus resultierenden schöpferischen Freiheit. Die Multimedia-Installation der Witkowskis, Housemates, untersucht die Wohnung des Künstlerpaars bis in kleinste Detail und folgt einem ironischen Tenor, der im Titel der Collage Almost Paradise seinen Niederschlag gefunden hat. Die zentrale Arbeit der Installation Muchas ist die Publikation 52 Lazy Weeks, eine Sammlung von Skizzen und Plänen idealer oder fantastischer Wohnräume, die innerhalb eines Jahres entstanden sind, in dem der Künstler „nicht das Haus verlassen hat“.

Magda Kardasz

 

Magda Kardasz

*1967 in Warschau, lebt und arbeitet in Warschau

Magda Kardasz ist seit 1993 Kuratorin der Zachęta National Gallery of Art in Warschau. Nach dem Studium der Kunstgeschichte an der Warschauer Universität war sie für eine Galerie in Warschau und die Stefan-Batory-Stiftung tätig. Seit 2008 betreut sie ein Seminar über Ausstellungsorganisation an der Universität Krakau. Seit fünf Jahren leitet Kardasz das Kordegarda-Projekt der Nationalgalerie; zurzeit präsentiert sie eine fortlaufende Reihe von Ausstellungen meist junger Künstler unter dem Titel Room with a View zum Thema Stadt. Für den Sommer 2011 hat sie eine Reihe von Ausstellungen zeitgenössischer polnischer Kunst in Indien vorbereitet.

Öffnungszeiten

Di-Fr 11-18 Uhr
Sa 11-15 Uhr

 

Lukas Feichtner Galerie

Seilerstätte 19, 1010 Wien
www.feichtnergallery.com
show in google maps

   
  

Künstler

Jiří Kolář
Běla Kolářová

 

Constructions and stories

Die Werkschau des Paares Běla und Jiří Kolář präsentiert einige außergewöhnliche, jedoch bisher kaum bekannte Exponate, die exemplarisch für die Inspiration und das kreative Flair stehen, die dazu beigetragen haben, dass sich das Künstlerpaar in der tschechischen Kunstszene etablierte und ihre Arbeiten in der Nachkriegszeit zu einem fixen Bestandteil der internationalen Szene der Conceptual Art wurden.
Der Dichter und Künstler Jiří Kolář wurde bereits in den 1960er-Jahren international bekannt, wohingegen die herausragenden Arbeiten von Běla Kolářová erst in den letzten Jahren die ihnen längst zustehende Anerkennung erhalten haben. Die Ausstellung umfasst Assemblagen, interpretierte Objekte, Zeichnungen, Fotografien und Kollagen, die zwischen den 1950er- und 1980er-Jahren entstanden sind. Der Schwerpunkt liegt auf den von den Künstlern eingesetzten experimentellen Prozessen und Techniken. Die Ausstellung zeigt, dass diesen Arbeiten eine tiefe Intellektualität, eine souveräne künstlerische Qualität und eine persönliche Perspektive zugrunde liegen.

Marie Klimešová

 

Marie Klimešová

*1952 in Prag, lebt und arbeitet in Prag

Marie Klimešová ist Universitätsdozentin, freie Kuratorin und Mitglied der tschechischen Sektion der ACIA – Association Internationale des Critiques d’Art, der sie von 2005 bis 2007 vorstand. Sie war Kuratorin an der Nationalgalerie Prag (1997–2002) und der City Gallery Prague (1987–1997). Zu ihren wichtigsten Ausstellungen zählen Years in Days: Czech Art 1945–1957 (City Gallery Prague 2010), Běla Kolářová (Kunstmuseum Olmütz 2006), Jiří Kolář (Musée des Beaux Arts Dijon 2002), Jitka and Květa Válová (Nationalgalerie Prag 2000) und Focal Points of Revival: Czech Art 1956–1963 (City Gallery Prague 1994).

Öffnungszeiten

Di-Fr 12-18 Uhr
Sa 11-15 Uhr

 

Krobath Wien

Eschenbachgasse 9, 1010 Wien
www.galeriekrobath.at
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Künstler

Liudvikas Buklys
Stano Filko
Michele Di Menna

 

… sein Dasein verlässt und seine Gestalt der Erinnerung übergibt.

Der Beitrag befragt das Verhältnis zwischen Objekt, Biografie, Erzählung und Ausstellung im Durchgang durch Werkfragmente zweier osteuropäischer Künstler aus verschiedenen Generationen und Ländern, des jungen litauischen Künstlers Liudvikas Buklys (*1984) und des slowakischen documenta-Teilnehmers Stano Filko (*1937), die um einen dritten, performativen Beitrag der kanadischen Künstlerin Michele di Menna (*1980) ergänzt werden. Das Storyboard: Biografie, Anekdote, Schatzsuche, Klassizismus, Sibirien, der Verwahrungsort, Farbe, das Gesamtkunstwerk, das Haus, das Es, die Erkenntnis, Pause, Sekt, prekär. Das Set: drei Latten, Weiß, Raketen, die Tasche, ein Statement, der Katalog, eine Langspielplatte, eine Animation, zwei Objekte, eine Geschichte, eine Performance, das, was bleibt.

Dünser/Kobald

 

Dünser/Kobald

*1980 bzw. 1969 in Wien, leben und arbeiten in Wien

Severin Dünser und Christian Kobald gründeten und leiten gemeinsam den Ausstellungsraum COCO (Contemporary Concerns) in Wien. Seit Mai 2009 kuratierten sie zusammen WUFF, ein Projekt von COCO und spike art magazine, Kurische Nehrung, Litauen, und Svinec, Tschechien; Die Blumen, COCO, Wien; Solace, Austrian Cultural Forum, New York (mit Emanuel Layr und Rita Vitorelli); Forschungsbericht, COCO, Wien; Verausgabungssymposium, COCO, Wien; Revolver, COCO, Wien. Daneben zahlreiche Soloprojekte, u. a. Salon de la Kakanie, Central House of Artists Moskau (S. Dünser) und … unter den offenen Himmel des Gemeinsinns, Symposium für Kunst im öffentlichen Raum Niederösterreich (Ch. Kobald).

Öffnungszeiten

Di-Fr 12-18 Uhr
Sa 11-15 Uhr

 

Galerie Emanuel Layr

An der Hülben 2, 1010 Wien
www.emanuellayr.com
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Artists

Judith Braun
Audrey Cottin
Mariana Castillo Deball
Gintaras Didžiapetris
Nicolas Matranga
Elena Narbutaitė
Alain Della Negra und Kaori Kinoshita
Benjamin Seror

 

What about this.

Judith Braun kommt aus New York, um Muster des Universums an den Wänden der Galerie anzubringen. Audrey Cottin hat Falten und Knoten gezeichnet, die den Windungen (und Verwindungen) des menschlichen Denkens nachspüren. Mariana Castillo Deball beobachtet die gefiederte Schlange Quetzalcoatl, wie sie ihre Flügel durch die Zeit hindurch ausbreitet. Flügel und Knoten treffen an der Wand aufeinander. Gintaras Didziapetris hat bisher eine Nummer des Magazins Ninety herausgegeben. Im Rahmen dieser Ausstellung beauftragt Ninety nun Elena Narbutaite, eine Serie von Bildern über ein archaisches Ritual, das Rauchen, zu machen. Nicholas Matrangas Beitrag besteht darin, ein Konzept zur Ausstellung zu verfassen. Alain Della Negra und Kaori Kinoshita wiederum haben vor Kurzem das Weltforum für spirituelle Kultur in Astana in Kasachstan besucht, wo sie ein Video über noosphärische Ökonomie und evolutionäre Algorithmen gedreht haben. All das trägt und singt Benjamin Seror – mehr oder weniger, wie es ein Franzose tun würde.

Raimundas Malašauskas

 

Raimundas Malašauskas

*1973 in Vilnius, lebt und arbeitet in Paris

Raimundas Malašauskas, Autor, war bis vor Kurzem Curator at Large für den New Yorker Artists Space. 2007–2008 Gastkurator im California College of Arts, San Francisco. 1995–2006 Kurator am CAC Vilnius und bei CAC TV. Er verfasste als Koautor das Libretto zu Cellar Door, einer Oper von Loris Gréaud, die im Jahr 2008 an der Pariser Oper aufgeführt wurde. Zu seinen aktuellsten Ausstellungsprojekten gehören Sculpture of Space Age in der David Roberts Foundation, London, Into the Belly of a Dove im Museo Tamayo, Mexico City, Repetition Island im Centre Pompidou, Paris, sowie Clifford Irving Show und Hypnotic Show.

Öffnungszeiten

Di-Fr 12-18 Uhr
Sa 11-15 Uhr

 

Galerie Andreas Huber

Schleifmühlgasse 6-8
1040 Wien

www.galerieandreashuber.at
show in google maps

   
  

Künstler

Dorota Jurczak
Tomasz Kowalski
Philipp Schwalb
Strupek

 

Die Unsichtbaren Vier

Die Galerie Gabriele Senn zeigt Dorota Jurczak, Tomasz Kowalski, Philipp Schwalb und die Künstlergruppe „Strupek“. Diese Zusammenstellung soll die Bedeutung regionaler Eigenheiten (hier der polnischen Populärkultur) durch Kontraste und Übereinstimmungen zugleich sichtbar machen und auflösen. Besonderheiten des Stils, allzu leicht als Kennzeichen osteuropäischer Kunst gelesen, werden im unmittelbaren Vergleich zunächst klarer erkennbar. Dann aber wird deutlich, dass heute selbst die auffälligsten Indizien einer regionalen Prägung nicht mehr ohne den internationalen Austausch zu denken sind. Entfernung oder Nähe zur Quelle der Prägung, individuelle Ausrichtung der Aneignung, die alte und neue Deutung... all das wirkt zusammen und stört die einfache Einordnung zwischen fest und beweglich, modern und traditionell.

Roberto Ohrt

 

Roberto Ohrt

*1954 in Santiago de Chile, lebt und arbeitet in Hamburg

Roberto Ohrt promovierte 1988 (Phantom Avantgarde) und hat zahlreiche Schriften zu den Situationisten und Künstlern wie Martin Kippenberger, Raymond Pettibon, Andreas Hofer, Paul Thek, André Butzer oder Jason Rhoades veröffentlicht. Seine jüngste Publikation brachte Schriften des Kunsthistorikers Edgar Wind (1900–1971) ins Gedächtnis der Wissenschaft zurück. Ohrt organisierte Ausstellungen für das Centre Georges Pompidou, das ZKM Karlsruhe, die Transcontinental Nomadenoase (Miami und Mexiko City) oder das Museum der Moderne Salzburg. Mitbegründer der Akademie Isotrop (Hamburg, 1996–2001), von Silverbridge (Paris/San Francisco) sowie des 8. Salons, Hamburg (Ausstellungsraum, Bibliothek, Ateliers).

Öffnungszeiten

Di-Fr 12-18 Uhr
Sa 11-15 Uhr

 

Galerie Senn

Schleifmühlgasse 1A, 1010 Wien
www.galeriesenn.at
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Künstler

Peeter Allik, Ana Bănică, Răzvan Boar, Harijs Brants, Alina Buga, Cătălin Burcea, Raul Cio, Nicolae Comănescu, Adomas Danusevičius, Teodor Graur, Ritums Ivanovs, Mihkel Kleis, Kaloyan Iliev - Kokimoto, Győrffy László, Oana Lohan, Peter Mintchev, Gili Mocanu, Sándor Pinczehelyi, Nedko Solakov, Roman Tolici, Ecaterina Vrana, Andrius Zakarauskas

 

Porträts und Selbstporträts in Privatsammlungen

Die Ausstellung in der Galerie Knoll entstand aus einem Projekt, das sich mit dem Sammeln zeitgenössischer Kunst in Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Rumänien und Ungarn beschäftigt. Auf dieser Basis präsentiert die Ausstellung an die 30 Werke aus Privatsammlungen dieser Länder, wobei der inhaltliche Schwerpunkt auf Porträts und Selbstporträts liegt und im Speziellen Werke aus rumänischen Privatsammlungen vorgestellt werden.
Die Ausstellung, die faszinierende Einblicke bietet, verfolgt zwei Ziele: Einerseits soll sie Ausdrucks- und Darstellungsweisen der Künstler beleuchten und zeigen, wie diese bestimmte Emotionen vermitteln. Andererseits soll von dem Gedanken ausgehend, dass der Aufbau einer Kunstsammlung ebenso ein Akt der Selbstdarstellung ist, auf neue Perspektiven im Sammeln von Kunst hingewiesen werden.
Dafür wurden neben Arbeiten von Künstlern aus anderen Ländern hauptsächlich Werke rumänischer Künstler wie Ana BĂNICĂ, Răzvan BOAR, Alina BUGA, Cătălin BURCEA, Raul CIO, Nicolae COMĂNESCU, Teodor GRAUR, Oana LOHAN, Gili MOCANU, Roman TOLICI oder Ecaterina VRANA ausgewählt.

Liliana Popescu

 

Liliana Popescu

*1975 in Bukarest, lebt und arbeitet in Bukarest

1997 schloss Liliana Popescu ihr Studium an der Fakultät für Kommunikationswissenschaften an der Universität Bukarest ab, wo sie im Anschluss daran zehn Jahre lang unterrichtete und 2003 auch ein Diplom in Rechtswissenschaften erwarb. Zurzeit absolviert sie ein Doktoratsstudium für Kunstwirtschaft am Nationalen Institut für Wirtschaftsforschung in Bukarest. Von 2002 bis 2008 betreute sie zahlreiche Ausstellungen für die H’art Gallery in Bukarest und arbeitete mit jungen internationalen Künstlern. Von 2008 bis 2010 war sie Direktorin von Point Contemporary in Bukarest, wo sie Werke junger rumänischer Künstler präsentierte. Derzeit leitet sie Prospekt, die neueste Galerie der Stadt.

Öffnungszeiten

Di-Fr 12-18 Uhr
Sa 11-15 Uhr

 

Knoll Galerie Wien

Gumpendorfer Straße 18, 1060 Wien
www.knollgalerie.at
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Künstler

Žilvinas Landzbergas

 

Die Zukunft ist jetzt

Žilvinas Landzbergas ist ein Künstler, der Träumen Gestalt gibt und dafür bekannt ist, den Betrachter in unheimliche künstliche Umgebungen zu versetzen, die gleichzeitig bekannt und fern scheinen. Als bildender Künstler mit Bühnenbilderfahrung erzählt Landzbergas mit seinen Skulpturen und Installationen Geschichten. Lose auf Science-Fiction-Literatur und -filmen basierend stellt die in der Ausstellung gezeigte Installation eine erfundene Geschichte vor, die mittels Animationen und Skulpturen in Szene gesetzt wird und die Zukunft der gegenwärtigen Gesellschaft in Frage stellt.

Žilvinas Landzbergas ist 1979 in Kaunas (Litauen) geboren und stellt seit 2005 aus. Er lebt und arbeitet in Vilnius und Amsterdam. Er wird von der Galerie Fons Welters und der Galerija Vartai vertreten.

Laura Rutkutė

 

Laura Rutkutė

*1974 in Vilnius, lebt und arbeitet in Dresden

Laura Rutkutė ist freie Kuratorin und Leiterin der Galerie Vartai in Vilnius. 2009 kuratierte sie den Beitrag von Žilvinas Kempinas, Tube, im litauischen Pavillon zur 53. Biennale von Venedig. Sie ist Chefkuratorin des internationalen Projekts ARTscape, das von der Galerie Vartai im Rahmen des Programms von Vilnius als Europäischer Kulturhauptstadt 2009 initiiert wurde. Zusammen mit Raúl Zamudio kuratierte sie 2010 die Ausstellung City Without Walls auf der 6. Biennale Liverpool.

 

Projektraum Viktor Bucher

Praterstrasse 13/1/2
1020 Wien
www.projektraum.at
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Künstlerin

Thea Djordjadze

 

Casualties

Thea Djordjadzes Faszination für Funktionalismus und Formalismus ist in ihren Installationen unverkennbar. Die Arbeiten der Künstlerin zielen darauf ab, die Symbiose des vermeintlichen Widerspruchs von konzeptuellem und intuitivem Handeln aufzuzeigen. Wie ist es unabhängig ihres Nutzens um Funktion und Form bestellt?
Thea Djordjadzes Objekte, Skulpturen und Installationen sind poetische Analysen unserer Alltagsumgebung. Djordjadze beschäftigt sich mit der Bedeutung der minimalistischen Formensprache und Materialien der Moderne und Postmoderne sowie ihren Zuschreibungen. Die Künstlerin zerlegt diese in ihre ideologischen Einzelteile, um die vermeintlich unsichtbaren Dinge ins Zentrum zu rücken, die Architektur und Design nicht zuletzt aufgrund ihres proklamierten gesellschaftlichen Auftrags der Nutzbarkeit ausblenden müssen.

Nicolaus Schafhausen

 

Nicolaus Schafhausen

*1965 in Düsseldorf, lebt und arbeitet in Rotterdam

Nicolaus Schafhausen leitet seit fünf Jahren die staatliche Stiftung Witte de With, Center for Contemporary Art in Rotterdam. Diese renommierte, seit 20 Jahren bestehende Institution besetzt ihre Leitungspositionen grundsätzlich international. Neben seiner Sichtbarkeit als Halle für Gegenwartskunst agiert das Witte de With als Zentrum für Theorie und Diskursbildung. Schafhausen war Kurator des deutschen Pavillons für die 52. und 53. Biennale von Venedig. Schafhausen ist Autor und Herausgeber zahlreicher Publikationen der Gegenwartskunst.

Öffnungszeiten

Di-Fr 11-18 Uhr
Sa 11-15 Uhr

 

Galerie Meyer Kainer

Eschenbachgasse 9, 1010 Wien
www.meyerkainer.com
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Künstler

Daniel Knorr

 

Dead Letter Office

Im Gegensatz zu all den stereotypen Wahlmöglichkeiten, die das säuberliche geopolitische Rebranding des Ehemaligen Ostens (früher als fern und in seiner seltsamen Andersartigkeit als magisch angesehen, aber auch als irrational, arm, unterentwickelt und aufstrebend, als kleiner Bruder, der immer unterlegen sein wird) zu einem Naturpark des Allgegenwärtigen Westens (technologisch fortgeschritten, reich, überlegen, wenn auch nun in der Krise) und die ähnlich motivierte Trennung in Norden (kühl, dunkel, rational, teuer, protestantisch, alt, unablässig über eine sichere Zukunft nachdenkend) und Süden (warm, sonnig, emotional, billig, katholisch, jung, im Zustand eines selbstvergessenen ewigen mañana lebend) präsentieren, aber auch bezogen auf mögliche Kombinationen der oben genannten Himmelsrichtungen (Ost zu Südwest ist eine solche Mischung) gilt es eine stets und bewusst marginale Präsenz einzunehmen. Die Ränder im Süden, Osten, Norden und Westen bieten vorübergehend Unterschlupf, einen exklusiven Zufluchtsort, an dem wir nicht erklären müssen, wo wir hingehören möchten – zumindest bis man uns zu gehen auffordert. Die zerbrechliche Würde der Staatenlosen, der Exilanten, spricht uns mehr an als jegliche Vorstellung, unseren Körper und unseren Geist in bestehende politische Geografien einzuschreiben oder eine Nation oder Region zu repräsentieren – wie angenehm, amüsant, zivilisiert und traditionsreich einige Nationen und Regionen auch sein mögen. So sehr wir das Vergnügen des Reisens und die Freude an ungehinderter globaler Kommunikation zu schätzen wissen, würden wir doch lieber ein längeres improvisiertes Picknick am Wegesrand der Straße einnehmen.

Adam Szymczyk

 

Adam Szymczyk

*1970 in Piotrków Trybunalski, Polen, lebt und arbeitet in Basel

Adam Szymczyk ist der Direktor und Chefkurator der Kunsthalle Basel. Er hat Kunstgeschichte an der Universität Warschau studiert. 1997 gehörte er zu den Mitbegründern der Foksal Gallery Foundation in Warschau, wo er bis 2003 als Kurator und Autor tätig war. Seit 2003 hat er über 60 Ausstellungen an der Kunsthalle Basel organisiert. 2008 kuratierte er zusammen mit Elena Filipovic unter dem Titel When things cast no shadow die 5. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst. 2011 erhielt er den Walter Hopps Award für kuratorische Leistungen.

Öffnungszeiten

Di-Fr 11-18 Uhr
Sa 11-15 Uhr

 

Galerie nächst St. Stephan

Grünangergasse 1/2, 1010 Wien
www.schwarzwaelder.at
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Künstlerin

Nil Yalter

 

Fragments of Memory

Nil Yalter ist gleichzeitig drinnen und draußen, setzt sich über geografische Räume hinweg. Sie hat die intellektuelle Freiheit, ihren Blick von Ost nach West und von West nach Ost zu richten. Nur eine universale Sprache der Kunst kann deren Unabhängigkeit von den Mechanismen der Repräsentation gewährleisten. Indem wir Kunst als einen Kompass benutzen, der uns in die Zukunft führt, zerstören wir unser dogmatisches Erbe. Die Veranstaltung „EAST by SOUTHWEST“ liefert einen Beitrag zum universellen Dialog in der zeitgenössischen Kunst und eröffnet neue kreative Horizonte.

Derya Yücel

 

Derya Yücel

*1979 in Istanbul, lebt und arbeitet in Istanbul

Derya Yücel promovierte an der Yildiz Technical University und hat diverse Lehraufträge an der T.C. İstanbul Kültür University und der İstanbul Bilgi University. In den Jahren 2007 und 2008 kuratierte sie die 6th und 7th Korean-Turkish Exchange Exhibition in Incheon, Korea, und Istanbul sowie Save As... Contemporary Art from Turkey, Santralİstanbul und Triennale Bovisa, Mailand. 2009 war sie gemeinsam mit Simona Vidmar für 28th Today Turkish Artists im Akbank Art Center in Istanbul verantwortlich. 2010 kuratierte sie die Ausstellungen Memory City und Openly im Rahmen der Europäischen Kulturhauptstadt Istanbul.

   
curated by_vienna 2O11
eröffnet während:
VIENNAFAIR
12.-15. Mai, 2011
Preview 11. Mai 2011
www.viennafair.at
Fruits, Flowers and Clouds
12.-14. Mai 2011
www.fruitsflowersandclouds.at